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Jahresarchiv 2017

VonBB

Neue Regeln für Urkundenübersetzungen

Urkundenübersetzungen: Abwicklung ändert sich

Die Übersetzerin braucht nicht mehr das Original. Urkundenübersetzungen können per Post erledigt werden. Die Fahrt zum Übersetzungsbüro wird überflüssig.

Was ändert sich?

Das Jahr 2017 sorgte für so manche Überraschung. Nun liegt also auch noch eine so altehrwürdige Institution wie die „beglaubigte Übersetzung“ auf dem Seziertisch. Dieser Begriff hat sich allgemein eingebürgert und findet sich auch in verschiedenen Gesetzen (z.B. HGB, § 13f).

In Ausgabe 5/2017 des MDÜ (Mitteilungsblatt des BDÜ e.V.) heißt es nun, dass es keine „beglaubigte Übersetzung“ geben kann, weil Übersetzer gemäß der Zivilprozessordnung (§142, Abs. 3) lediglich ermächtigt sind, die Richtigkeit und Vollständigkeit zu bescheinigen. Dies ist auch der Wortlaut, der sich in dem Protokoll über die Beeidigung als Urkundenübersetzerin (Baden-Württemberg) findet.

So weit, so einfach. Wäre da nicht noch ein zweiter Aspekt: In vier Bundesländern (Bayern, Hamburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern) ist den Übersetzern der Bestätigungsvermerk vorgegeben: „Hiermit bestätige ich die Richtigkeit der Übersetzung des mir im Original/in beglaubigter Abschrift/ etc. … vorgelegte Dokuments“. Mangels offizieller Richtlinien haben auch Übersetzer in anderen Bundesländern diesen Wortlaut übernommen. Tatsächlich jedoch sind Übersetzer nicht ermächtigt, sich zum Status des Dokuments zu äußern. Für dessen Prüfung und Anerkennung sind die Notare und Behörden zuständig. Anders gesagt: Übersetzer haben sich dieser Beurteilung zu enthalten, um sich nicht dem Vorwurf der Amtsanmaßung auszusetzen.

Bedeutung für die Praxis

In der Praxis bedeutet dies nun, dass sich der Wortlaut des Bestätigungsvermerks geringfügig ändert. Der Übersetzung wird (wie gehabt) eine Kopie des vorgelegten Dokuments beigefügt. Kunden legen diese Übersetzung plus Kopie des Ausgangstextes zusammen mit dem Original bei der Stelle vor, für die sie die Übersetzung brauchen. Die Behörde stellt die Echtheit des Originals fest.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

VonBB

Bewerbung

Vielen Dank für Ihr Interesse an TEXT_SITE Übersetzungen!

TEXT_SITE freut sich über Bewerbungen von Freiberuflern, die Übersetzungen und/oder Lektorat und Revision anbieten können. Jedoch bietet TEXT_SITE keine Festanstellungen. Interessenten für ein BOGY-Praktikum dürfen sich gerne melden.

Dabei geht es ausschließlich um die Sprachen Englisch, Spanisch und Deutsch. Sie sollten Berufserfahrung im interdisziplinären Dreieck „Recht – IT – Wirtschaft“ besitzen.

Bitte senden Sie eine E-Mail an networks@text-site.de mit der Kennung #CleanApplication im Betreff.

Kollegen und Freiberufler aus anderen Branchen berichten zunehmend über Probleme aufgrund von Online-Bewerbungen. Daher werden Bewerbungen mit Dateianhängen (ungeachtet des Dateiformats) ungelesen gelöscht.

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Bewerbung Beachtung findet, dann schreiben Sie doch einfach einen echten Brief. Gerne auch mit aussagekräftigen Anlagen.

 

VonBB

#iconnectworlds

Weltübersetzertag am 30. September

#Iconnectworlds

Die BDÜ-Regionalgruppe Heidelberg/Mannheim hatte anlässlich des Weltübersetzertages (WÜT) die Aktion #Iconnectworlds gestartet. Über die FIT (Fédération Internationale des Traducteurs / International Federation of Translators) wurde die Idee beim 12. Kongress der FIT in Brisbane im August 2017 bis nach Australien getragen.

Porträtfoto mit Sprechblase zur Aktion #iconnectworlds. Contract Law, Business, IT. Konkrete Spezialgebiete. TEXT_SITE.DE

#Iconnectworlds – Übersetzer sind Spezialisten in ihren Sprachen und Fachgebieten.

Die FIT, der Weltdachverband der Übersetzer und Dolmetscher, rief 1992 den Weltübersetzertag ins Leben. Der 30. September ist der Gedenktag des Hl. Hieronymus, der als Schutzpatron der Übersetzer und Dolmetscher gilt. Der Gelehrte und Theologe Hieronymus lebte von ca. 347 bis 420 und beherrschte mehrere Sprachen fließend. Sein wichtigstes Werk war die Übersetzung der Bibel in das Latein seiner Zeit. Denn bis dahin lagen die heiligen Schriften nur teils in griechischer Übersetzung, jedoch überwiegend in hebräischen Originaltexten vor.

An diesem Gedenktag verleiht der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ e.V.) seit 2012 alljährlich den Hieronymus-Preis an ein Unternehmen oder eine Organisation, die sich in ihrer mehrsprachigen Kommunikation vorbildlich verhalten.

Seit über 60 Jahren arbeitet der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.  daran, das Berufsbild der Übersetzer und Dolmetscher in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Der BDÜ e.V. vertritt rund 7.500 Mitglieder und repräsentiert damit 80 % aller organisierten Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland. Der BDÜ e.V. ist Ansprechpartner für Handel, Wirtschaft, Industrie, Politik und Justiz. Bewusstsein für die von diesem Berufsstand erbrachten Leistungen zu schaffen, bleibt eine große Aufgabe.

 

VonBB

80 Dolmetscher und Übersetzer in Gerlingen

80 Übersetzer und Dolmetscher bei der JMV in Gerlingen

80 Übersetzer und Dolmetscher bei der JMV 2017 des BDÜ e.V. LV Baden-Württembe

Neues aus dem Berufsverband

Am 6. Mai 2017 fand in Gerlingen die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des BDÜ LV Baden-Württemberg e.V. statt. Über 80 Übersetzer und Dolmetscher aus acht Regionalgruppen waren gekommen, um sich über die Arbeit des Vorstands zu informieren, ihr Kollegennetzwerk zu pflegen und wertvolle Informationen auszutauschen. Nachfolgend einige der wichtigsten Neuigkeiten aus dem Verband.

Arbeit auf Bundesebene

Nachdem die EU mit der EU-Richtlinie 2010/64/EU  über das Recht auf Übersetzerleistungen im Strafverfahren und Richtlinie 2013/55/EU zur Anerkennung von Berufsqualifikationen Vorgaben zum Berufsrecht geschaffen hatte, bemüht sich der Bundesvorstand aktuell um eine Richtlinie zur Harmonisierung der Beeidigungsvorschriften in den Bundesländern. Gerade angesichts der wiederholt aufgetretenen Pannen bei der Registrierung und Betreuung von Flüchtlingen ist diese Richtlinie von hoher politischer Bedeutung.

Eines der erfolgreichsten Angebote des BDÜ ist die Online-Datenbank, mit der nach Übersetzerin und Dolmetschern gesucht werden kann. Unter suche.bdue.de sind bundesweit mehr als 7500 Sprachprofis für 80 Sprachen und über 400 Fachgebiete zu finden.

Ressort Vereidigte Übersetzer und Dolmetscher

Die Referentin Elisabeth Herlinger berichtete darüber, dass Dolmetscher nach wie vor Probleme haben, für Einsätze bei Gerichten und der Polizei nach den ihnen zustehenden Sätzen bezahlt zu werden. Der BDÜ setzt sich für diese Kollegen ein.

Weiterbildungsverbund (WBV) Südwest

Das Ressort Weiterbildung arbeitet inzwischen eng mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz zusammen, so dass eine große Auswahl hervorragender Seminaren angeboten werden kann. Es besteht ständig Interesse an weiteren Referenten. Falls Sie ein Thema anbieten können, dass für Übersetzer und Dolmetscher oder auch allgemein für Freiberufler von Interesse ist, wenden Sie sich gerne an Frau Leonie Unger, unger@bdue.de.

Weltübersetzertag

Seit über 60 Jahren arbeitet der BDÜ daran, das Berufsbild der Übersetzer und Dolmetscher in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Bewusstsein für die von diesem Berufsstand erbrachten Leistungen zu schaffen, bleibt eine große Aufgabe.  Auf den diesjährigen Weltübersetzertag (WÜT) am 30. September darf man sehr gespannt sein. Wir engagieren uns dafür, dass die Übersetzer und Dolmetscher an diesem Tag mit einem Peak in den sozialen Netzwerken für Aufsehen sorgen. Mein #Iconnectworlds ist jedenfalls schon fertig …

Ebenfalls am 30. September lädt die BDÜ-Regionalgruppe Heidelberg/Mannheim in Kooperation mit dem Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) zu einem „Mannequin Challenge“ nach Heidelberg ein. Glücklicherweise handelt es sich dabei um eine abgewandelte Form eines Flashmobs und nicht – wie zuerst befürchtet – um Übersetzer und Dolmetscher in Trachtenmode auf einem Laufsteg. 😉

VonBB

Urkundenübersetzung, Apostille und Legalisation – DOWNLOAD

Überblick über verschiedene Formen der Beglaubigung

Einen Leitfaden zur Beglaubigung von Rechtstexten und Urkunden finden Sie im Download-Bereich. Dieser soll Auftraggebern einen Überblick über die verschiedenen Arten beglaubigter Übersetzungen geben. Trotzdem gilt stets: Die Behörde, der Sie eine Übersetzung vorlegen, entscheidet darüber, welche Form der Beglaubigung verlangt wird.