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Monatsarchiv Dezember 2018

VonBB

Jahresrückblick 2018

Fortbildungen, Fachtagungen und Feedback

Ein ereignisreiches Jahr ist so gut wie vorüber. Die Kurzbilanz kann sich sehen lassen: Vier Zertifikate, eine Veröffentlichung, viel positives Feedback sowie zahlreiche neue Kontakte. Für das kommende Jahr ist der Jahresterminkalender schon gut gefüllt, die wesentlichen Fachtagungen stehen fest – die nächsten Ziele sind gesteckt.

Wissen

2018 war ein Jahr der Fachtagungen und Kongresse. Hier nur ein kleiner Auszug:

Zu Jahresbeginn befasste ich mich mit der Maschinellen Übersetzung, testete DeepL (in Kundenprojekten nur nach Vorankündigung) und informierte mich über LegalTech. Die Kurzfassung hierzu: DeepL leistet noch nicht das, was es verspricht. Diese Meinung teilen auch verschiedene Kollegen.

Im März 2018 durfte ich u. a. Michael Dell, CEO der Dell Technologies Inc., bei der Konferenz „The Next Now“ in München erleben. Ein besonders beeindruckender Satz von ihm lautete: „Wir sind der Politik immer sieben Jahre voraus.“

Im September richtete der ATICOM – Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. – in Bonn das 13. International Legal Forum (ILF) der Fédération Internationale des Traducteurs (FIT) aus. Dies ist der weltweite Dachverband von mehr als 100 nationalen Übersetzer-, Dolmetscher- und Terminologenverbänden mit über 100.000 Übersetzern in 55 Ländern. Thematisiert wurden u. a. die Digitalisierung und Qualitätssicherung, Outsourcing, Technik und weitere aktuelle Entwicklungen. Besonders erfreulich, war es zu hören, dass der Sprachendienst des Europaparlaments wieder vermehrt auf Freiberufler zurückgreifen möchte, weil Agenturen den für die Qualität so wesentlichen Direktkontakt zwischen Auftraggeber und Übersetzerin vorzugweise unterbinden.

Ebenfalls im September tagte in Saarbrücken der Deutsche EDV-Gerichtstag, dem ich aufgrund eines ehrenamtlichen Engagements beigetreten war. Neben interessanten Gesprächen und neuen Kontakten konnte ich einen hervorragenden Überblick über den Stand von „E-Justice“ in Deutschland und auf europäischer Ebene gewinnen.

Im Oktober ging es ins belgische Eupen. Dort trafen sich Juristen und Sprachmittler, um Experten aus sechs der sieben deutschen Sprachgebiete bei der Fachtagung „Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“ zu hören. Einer der Referenten, der österreichische Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Muhr, berichtete u. a. von 69 „falschen Freunden“ zwischen der österreichischen und bundesdeutschen Rechtssprache. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem von mir verfassten MDÜ-Fachartikel.

Zertifikate

Im Bereich computergestützte Übersetzung habe ich die erste und zweite Zertifizierungsstufe für das CAT-Tool SDL Studio 2017 erlangt. Zudem war im Dezember endlich noch etwas Zeit übrig, um die Zertifizierung für die Terminologieverwaltung MultiTerm 2017 nachzuschieben.

Außerdem habe ich im Dezember das Zertifikat Rechtssprache Deutsch nach einem sechswöchigen Online-Lehrgang, zweiwöchigen Selbststudium und einer Präsenzprüfung in Braunschweig erworben. Während die meisten zivilrechtlichen Themen der Selbstkontrolle dienten, erhielt ich im Straf- und öffentlichen Verwaltungsrecht wertvolle Einblicke.

Feedback

Im Laufe des Jahres 2018 hatte ich mehrere langjährige Kunden um ein Empfehlungsschreiben gebeten. Von dem durchweg sehr positiven Feedback war ich tief beeindruckt. Die langjährige erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist für mich zugleich eine Ehre und ein Ansporn.

Weiterhin durfte ich für einen Neukunden ein Whitepaper im Bereich Marketing übersetzen. Wir waren übereinstimmend der Ansicht, dass die Übersetzung sehr gut gelungen ist. Daraufhin hat der Kunde freundlicherweise einen Auszug aus diesem Whitepaper als anonymisiertes Übersetzungsbeispiel freigegeben, das ich auf Anfrage gerne verschicke.

Sprachtraining

Seit Oktober unterrichte ich außerdem Fachenglisch in einer Akademie in Stuttgart. Zwei der drei Kurse sind eher IT-lastig und im Kreativbereich angesiedelt. Der dritte Kurs im Technischen Produktdesign ist eine Herausforderung, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Wenn Teilnehmer mit eher geringen Einsteigerkenntnissen in dem eigens für sie entwickelten Kurs Erfolgserlebnisse haben, macht sogar Technik Spaß!

Ausblick

Soweit mein persönlicher Rückblick. Das Resümee für die gesamte Branche hatte der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in der ARD-Talkshow „Anne Will“ am 25.11.2018 gezogen und den Übersetzern und Dolmetschern pauschal das Aussterben ihrer Branche prognostiziert. Die Antwort des BDÜ e.V. können Sie in der Medieninformation vom 28.11.2018 nachlesen.

Ich selbst bleibe – wie auch mein Berufsverband – optimistisch gestimmt. Denn bei der tekom Messe 2018 in Stuttgart sagte einer der Aussteller mir gegenüber: „Die Übersetzer sind unsere Versicherung!“ Bisher unterscheiden Engines wie DeepL noch nicht einmal nach regionalen Sprachvarianten (ergo auch nach Besonderheiten in den verschiedenen Rechtssystemen). Somit sind hoch spezialisierte Sprachmittler noch lange nicht überflüssig.

Danke!

Angesichts dieses vielseitigen und reichhaltigen Jahresrückblicks empfinde ich große Dankbarkeit und Zufriedenheit. Ich freue mich auf eine weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen sowie auf viele Neukontakte!

Ich wünsche Ihnen und allen, die Ihnen lieb und wichtig sind, ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2019.

Herzliche Grüße

Birgit Bruder

VonBB

„Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“

Vorschau

Mein Artikel über die Fachtagung „Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“ ist im Mitteilungsblatt für Dolmetscher und Übersetzer (MDÜ) des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ e.V.) in der Ausgabe 5/2018 erschienen. Diese internationale Tagung fand im Oktober im belgischen Eupen statt. Experten aus sechs von sieben deutschen Sprachgebieten waren angereist und hielten äußerst interessante Vorträge über Datenbanken, den Entstehungsprozess der Rechtsterminologie in ihrem jeweilen Sprachgebiet, über neue Wörterbücher etc.

Unten sehen Sie die Preview-Seite, soweit der Autorenvertrag zu diesem Zeitpunkt die Veröffentlichung bereits zulässt. Das MDÜ erhalten Sie beim BDÜ-Fachverlag. Oder Sie schauen demnächst wieder hier vorbei, wenn der vollständige Artikel verfügbar wird.

Das Bild zeigt als Vorschau die erste Viertelseite eines Fachartikels über eine Tagung mit dem Titel "Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie."
Vorschau des im MDü 5/2018 erscheinenen Fachartikels

VonBB

De-Mail

Die virtuelle Postkarte                          

Würden Sie vertrauliche Daten per Postkarte verschicken? Unverschlüsselte E-Mails können abgefangen und mitgelesen werden. Daher bieten sie ebenso viel bzw. wenig Sicherheit wie eine Postkarte.

Ihre persönlichen Daten können Sie schützen, indem Sie vertrauliche Informationen nicht in die Mail selbst schreiben. Hängen Sie lieber Ihre Daten und Dokumente als PDF-Datei (mit Kennwortschutz) an eine E-Mail an. Eine PDF-Datei erzeugen Sie im Handumdrehen: Wählen Sie beim Speichern eines Office-Dokuments „Speichern unter“ -> „PDF“ aus.

Mehr als eine virtuelle Postkarte

Eine einfache Alternative hierzu ist De-Mail: Bequem und sicher. Denn die mit De-Mail versandten Daten sind automatisch durch die Transportverschlüsselung geschützt. Zur Sicherheit können Sie auch hier zusätzlich auf das PDF-Format zurückgreifen.

De-Mail an TEXT_SITE

Als beeidigte Urkundenübersetzerin bin ich mit folgendem De-Mail-Konto registriert: birgit.bruder@t-online.de-mail.de. Meine Kontaktdaten finden Sie auch in dem Verzeichnis, das innerhalb der De-Mail-Umgebung angeboten wird.

Noch mehr Sicherheit

Für noch mehr Sicherheit können Sie die Ende-bis-Ende-Verschlüsselung aktivieren. Allerdings muss auch der Empfänger Ihrer Mail ebenfalls die erhöhte Sicherheitsstufe eingestellt haben. Mein De-Mail-Konto ist bereits für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorbereitet.

Betreffzeile bleibt unverschlüsselt

Die Betreffzeile Ihrer Mail wird nicht mitverschlüsselt. Somit kann sie von Fremden mitgelesen werden. Deshalb sollten Sie dort keine vertraulichen Daten eingeben.

Ihr eigenes De-Mail-Postfach

Sie haben noch keine De-Mail Adresse? Diese können Sie einfach bei den De-Mail-Diensteanbietern (1&1, Telekom, gmx, web.de, Mentana-Claimsoft) registrieren. Sobald Sie das Ident-Verfahren erfolgreich durchlaufen haben, wird es für Sie freigeschaltet. Je nach Anbieter sogar kostenfrei.

Weitere Informationen zu De-Mail finden Sie auf der De-Mail-Infoseite www.de-mail.info

Die sichere Übermittlung von vertraulichen Daten und Dateien wird immer wichtiger. Deshalb finden Sie weitere Informationen auf der Infoseite zur Datensicherheit.

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