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Kategorien-Archiv News

VonBB

Bitte ins Englische übersetzen: „Gerichtsstand“

Frage:

Wie lautet die korrekte Übersetzung von „Gerichtsstand“?

Antwort:

Well, it depends … Wollen Sie einen Vertrag oder eine zivilrechtliche Klageschrift übersetzen?

 

Beim Übersetzen ist die ZPO zu berücksichtigen?

Geht es um eine Übersetzung, in der die deutsche Zivilprozessordnung maßgeblich ist? In der offiziellen Übersetzung der ZPO (Code of Civil Procedure) wird in § 12 der „allgemeine Gerichtsstand“ übersetzt mit: „general venue“. In §§ 36 ff. dagegen steht „jurisdiction“.

 

Übersetzung ins Britische oder Amerikanische Englisch?

Großbritannien

Geht es um einen Sachverhalt vor oder nach 1999? Lord Woolf reformierte das Zivilrecht und damit die englische Rechtssprache. Seine Civil Procedure Rules 1998 traten am 26. April 1999 in Kraft. Einen (allgemeinen) Gerichtsstand, wie wir ihn kennen, gibt es nur in einigen Ausnahmen, z. B. bei Immobiliengeschäften. Dementsprechend ist abzuwägen, wie man den Sachverhalt am besten erläuternd übersetzt.

Die Civil Procedure Rules (CPR) gelten allerdings nur für England und Wales. Schottland arbeitet derzeit an seinen New Civil Procedure Rules. Soweit bereits bekannt werden sie denen von England und Wales zukünftig ähnlicher sein. Für Nordirland und die Republik Irland sollte man wiederum eigens recherchieren.

Commonwealth

Möglicherweise benötigen Sie diese Übersetzung für ein Gericht in Hongkong? Wobei wir natürlich zwischen dem Festland (chinesisches Recht) und der Sonderverwaltungszone Hongkong unterscheiden, deren Rules of the High Court (RHC) für Zivilprozesse 2009 reformiert wurden.

Vereinigte Staaten

Die Amerikaner dagegen verwenden in Verträgen üblicherweise „place of jurisdiction“, wobei venue auf US-Legal.com folgendermaßen definiert ist: „For civil cases, venue is usually the district or county which is the residence of a principal defendant or where they regularly conduct business, where a contract was executed or is to be performed, or where an accident took place.“

Vertraglich vereinbarter Gerichtsstand in England

Die britischen Anwaltskanzlei Stephenson Harwood LLP informiert dazu: Wenn Vertragsparteien in einem nach englischem Recht wirksamen Vertrag regeln, dass die englischen Gerichte für Streitigkeiten aus dem Vertrag zuständig sein sollen („confer jurisdiction exclusively on the English Courts to settle any disputes arising under that agreement“), liegt die ausschließliche Zuständigkeit bei den englischen Gerichten. Selbst dann, wenn keine der Parteien ihren Wohn- bzw. Firmensitz in dieser Jurisdiktion hat.

Sonderfall EU

Oder geht es vielleicht um eine EU-Verordnung wie die Standardvertragsklauseln zum internationalen Datentransfer? Dann wären wir doch wieder bei „jurisdiction“ – wie in Klausel 7 verwendet. Laut David Hutchins, dem britischen Experten für Rechtssprache, bedeutet dieser Begriff im Britischen Englisch allerdings „Gerichtszuständigkeit“ bzw. „Gerichtsbezirk“.

Würden Sie allerdings andere EU-Dokumente heranziehen, z. B. die Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, finden Sie in Ziffer 32 auch die Formulierung „forum generale“. Im Übrigen steht der Wohnsitz (auch von Unternehmen) im Mittelpunkt dieser Verordnung. Englisch: „to be domiciled“.

Fazit

Die einzig korrekte Kurzantwort auf die scheinbare simple Frage lautet also:

Das kann ich Ihnen erst beantworten, wenn ich den Sachverhalt kenne! Denn: Übersetzer übersetzen Inhalte – nicht Wörter!

Eins noch …

Frage: Was würden Sie Shakespeare auf seine Frage „What’s in a name?“ antworten?

Antwort: Ganz einfach: A whole lot of food for thought!

VonBB

Datenschutz – An alles gedacht?

Unsichtbare Informationen in Dateien

Selbst MS Office-Dateien enthalten versteckte Daten. Auch Fotos verraten mehr über Sie, als man gemeinhin annimmt.

Wenn Sie kostenlose Übersetzungsdienste im Internet nutzen, dann laden Sie bitte keine Dateien hoch. Neben dem Gebot der Vertraulichkeit können diese Daten auch als personenbezogene Daten dem Datenschutz unterliegen.

Microsoft informiert auf seiner Support-Website: „Word-Dokumente können u.a. die folgenden Arten von ausgeblendeten Daten und persönlichen Informationen enthalten:“

  • Kommentare: der Prüfer oder Ihres Rechtsbeistands oder Kunden
  • Überarbeitungsmarkierungen aus nachverfolgten Änderungen
  • Namen der Personen, die an Ihrem Dokument gearbeitet haben
  • Dokumenteigenschaften bzw. Metadaten: Autor, Betreff, Titel, Name der Person, die das Dokument zuletzt gespeichert hat, etc.
  • persönliche Informationen:  Ggf. enthält Ihr Dokument auch weitere Informationen, anhand derer Sie oder andere Personen identifiziert werden können (Personally Identifiable Information, PII), wie E-Mail-Kopfzeilen, zur Durchsicht versendete Informationen, Verteiler und Vorlagennamen.
  • Kopfzeilen, Fußzeilen und Wasserzeichen

Wie Sie wissen, genießen personenbezogene Daten seit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung ganz besonderen Schutz. Datenpannen sind nicht nur peinlich, sondern können mit einem Bußgeld von maximal 4 % des weltweiten Jahresumsatzes belegt werden.

Weitere Informationen finden Sie bei Microsoft: Support-Artikel zu versteckten Daten

Digitalfotos speichern seitenweise Informationen in den sogenannten „EXIF“-Eigenschaften. Diese können in Office, aber auch mit speziellen Tools sichtbar gemacht werden.

VonBB

Berufsinformationsmesse am FSG

50 Berufe stellen sich vor

Vom Archäologen bis zum Wirtschaftsingenieur, vom Oberarzt für Neurochirurgie bis zur Kulturmanagerin, vom Geschäftsführer bis zur Übersetzerin – bei der Berufsinformationsmesse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach (FSG) am 28. Februar 2018 hatten rund 230 Teilnehmer Gelegenheit, mit über 50 Referenten ins Gespräch zu kommen.

Übersetzerinnen stehen Rede und Antwort

Zum zweiten Mal war ich bei der Berufsinformationsmesse am FSG vertreten. Wie schon beim letzten Mal repräsentierte ich die Berufe „Übersetzer“ und „Dolmetscher“ sowie verwandte Berufe gemeinsam mit einer Kollegin. In diesem Jahr hatte ich eine hoch spezialisierte Dipl.-Übersetzerin für Technik an meiner Seite, während sich vor zwei Jahren eine Dipl.-Dolmetscherin für Polnisch und Russisch angemeldet hatte. Somit ergänzten wir uns sehr gut und konnten zumindest einen größeren Teil unseres Berufsspektrums abdecken.

Es erwies sich erneut als vorteilhaft, dass wir zu zweit auftraten. Denn trotz des aktuellen Hypes um kostenlose Maschinenübersetzungen erlebten wir tatsächlich eine große Nachfrage nach Informationen zu unserem Berufsfeld.

An unseren Stand kamen rund 20 Interessenten aus der 9.-12. Klasse, teilweise auch in Begleitung ihrer Eltern. Sie informierten sich auffallend detailliert über die Ausbildung, den Berufsalltag der Übersetzer und Dolmetscher sowie die Berufsaussichten, nicht zuletzt im Hinblick auf die Übersetzungsmaschinen. Dazu kamen Anfragen nach BOGY[1]-Praktikumsplätzen für die 10. Klasse. Da am FSG auch Chinesisch, Spanisch und Italienisch unterrichtet wird, besitzen die interessierten Schülerinnen und Schüler teilweise bereits jetzt beeindruckende Startvoraussetzungen.

Meine Kollegin hatte ein Exemplar der Bedienungsanleitung dabei, die sie aktuell übersetzt. Ihren Laptop hatte sie ebenfalls mitgebracht, um bei Bedarf die Arbeit mit einem CAT-Tool zu demonstrieren. Ich selbst hatte wenige Stunden zuvor in einem BDÜ-Webinar meine Akquise-Kenntnisse auf den neuesten Stand gebracht und konnte einer besorgten Gesprächspartnerin versichern, dass Aufträge nicht reine Glückssache sind.

Qualitätssiegel BDÜ

Da sowohl meine Kollegin als auch ich selbst langjährige BDÜ-Mitglieder sind, konnten wir auf den größten deutschen Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer als einen Garanten für hohe Qualität verweisen. Die professionelle BDÜ-Internetseite und die neue Infobroschüre zum Berufsbild stießen auf großes Interesse. Eltern, die sich rein Interesse halber nach der Abwicklung potenzieller Übersetzungsaufträge erkundigten, wiesen wir auf die Online-Datenbank des BDÜ hin. Auch die Fachzeitschrift MDÜ stieß auf positive Resonanz.

Veranstalter und Organisation

Das FSG veranstaltet diese Berufsinformationsmesse im Zweijahresrhythmus in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Ludwigsburg Alt- Württemberg, Backnang-Marbach und dem Rotaract-Club sowie mit Unterstützung vieler Eltern. Nach einem halbstündigen Impulsvortrag stehen Personen aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern in der Aula für kurze Gespräche zur Verfügung. Die konkreten Interessen der Schüler werden mit der Anmeldung abgefragt und daraufhin noch gezielt Vertreter fehlender Berufsgruppen gesucht. Zur Vorbereitung hängen Steckbriefe der Referenten in der Aula aus, so dass sich die Schüler und Schülerinnen gezielt auf ihre Gespräche vorbereiten können.

[1] Prozess der Berufs- und Studienorientierung an den allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg

 

P.S. Das für diese Berufsinformationsmesse erstellte Infomaterial ist im Download-Bereich verfügbar.

VonBB

Weihnachtsgruß

Weihnachtsgruß TEXT_SITE Übersetzungen

Weihnachtsengel vom Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg

Liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Netzwerkfreundinnen und – freunde,

ein sehr turbulentes und außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Wie oft haben Sie dieses Jahr zu sich gesagt: „Ich hätte nie gedacht, dass …“? Wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann fallen mir etliche Ereignisse und Neuigkeiten ein. Vorneweg ein: „Ich hätte nie gedacht, dass der Begriff ‚Humanübersetzer‘ mal ein Qualitätssiegel wird.“ Bis hin zu: „Ich hätte nie gedacht, dass solche Dinge einmal im Weißen Haus möglich wären!“

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit. Entspannen Sie sich im Kreise Ihrer Lieben und kommen Sie gut in das Neue Jahr 2018.

Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich darauf, Sie auch zukünftig tatkräftig zu unterstützen.

Herzliche Grüße

Birgit Bruder

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VonBB

Neue Regeln für Urkundenübersetzungen

Urkundenübersetzungen: Abwicklung ändert sich

Die Übersetzerin braucht nicht mehr das Original. Urkundenübersetzungen können per Post erledigt werden. Die Fahrt zum Übersetzungsbüro wird überflüssig.

Was ändert sich?

Das Jahr 2017 sorgte für so manche Überraschung. Nun liegt also auch noch eine so altehrwürdige Institution wie die „beglaubigte Übersetzung“ auf dem Seziertisch. Dieser Begriff hat sich allgemein eingebürgert und findet sich auch in verschiedenen Gesetzen (z.B. HGB, § 13f).

In Ausgabe 5/2017 des MDÜ (Mitteilungsblatt des BDÜ e.V.) heißt es nun, dass es keine „beglaubigte Übersetzung“ geben kann, weil Übersetzer gemäß der Zivilprozessordnung (§142, Abs. 3) lediglich ermächtigt sind, die Richtigkeit und Vollständigkeit zu bescheinigen. Dies ist auch der Wortlaut, der sich in dem Protokoll über die Beeidigung als Urkundenübersetzerin (Baden-Württemberg) findet.

So weit, so einfach. Wäre da nicht noch ein zweiter Aspekt: In vier Bundesländern (Bayern, Hamburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern) ist den Übersetzern der Bestätigungsvermerk vorgegeben: „Hiermit bestätige ich die Richtigkeit der Übersetzung des mir im Original/in beglaubigter Abschrift/ etc. … vorgelegte Dokuments“. Mangels offizieller Richtlinien haben auch Übersetzer in anderen Bundesländern diesen Wortlaut übernommen. Tatsächlich jedoch sind Übersetzer nicht ermächtigt, sich zum Status des Dokuments zu äußern. Für dessen Prüfung und Anerkennung sind die Notare und Behörden zuständig. Anders gesagt: Übersetzer haben sich dieser Beurteilung zu enthalten, um sich nicht dem Vorwurf der Amtsanmaßung auszusetzen.

Bedeutung für die Praxis

In der Praxis bedeutet dies nun, dass sich der Wortlaut des Bestätigungsvermerks geringfügig ändert. Der Übersetzung wird (wie gehabt) eine Kopie des vorgelegten Dokuments beigefügt. Kunden legen diese Übersetzung plus Kopie des Ausgangstextes zusammen mit dem Original bei der Stelle vor, für die sie die Übersetzung brauchen. Die Behörde stellt die Echtheit des Originals fest.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

VonBB

Lionbridge und Google Translate

Kopf mit Fließtext überzogen

Kanadisches Gericht kippt Vertrag über Sprachdienstleistungen zwischen der kanadischen Steuerbehörde (Canada Revenue Agency, CRA) und CLS Lexi-Tech, einer Tochtergesellschaft des Sprachdienstleisters Lionbridge. Wettbewerber Masha Krupp Translation Group (MKTG) zweifelt die Rechtmäßigkeit des Vergabeverfahrens an.

Originalartikel und Übersetzung dieses juristischen Textes von Google Translate:

Quelle: Slator Weekly December 1, 2017

(Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers)

Canada Revenue Agency Ordered to Retender CAD 35m Translation Contract

by Eden Estopace on December 1, 2017

Canada’s appeals court and trade tribunal have affirmed a lower court ruling that ordered the Canada Revenue Agency (CRA) to retender a translation and editing services contract, potentially worth CAD 35m (USD 25.6m) over seven years, which was awarded to Lionbridge subsidiary CLS Lexi-Tech in 2016.

The contract will remain with CLS Lexi-Tech until the retendering is complete and a new contract is awarded, court documents showed.

The decision was handed down by the Federal Court of Appeals and the Canadian International Trade Tribunal (CITT), which also ruled that the non-winning bidder and the complainant in the case, Masha Krupp Translation Group (MKTG), should be compensated for lost income.

Equivalent to the Profit

The amount of compensation will have to be negotiated by both parties but the court recommends that it should be the equivalent to the profit that MKTG would have earned during the time that CLS Lexi-Tech held the contract.

The CRA was quoted in a CBC News report as saying that it “will review the court order and will address the CITT recommendations.”

Masha Krupp, President and CEO of MKTG, told CBC News in the same report that she hopes that the tax agency will also “conduct an internal investigation to find out what exactly went wrong with this procurement process.”

Citing an Ottawa Citizen article, Slator reported in May 2017 that MKTG was CRA’s contractor since 2004 and that the CRA accounted for CAD 4m (USD 3.1m) or roughly 25% of its annual revenues.

When it lost the bid to CLS Lexi-Tech, MKTG filed a protest with the CITT, which ruled in March 2017 that MKTG’s complaint was valid.

 

by Eden Estopace on December 1, 2017

IT journalist and Online Editor at Slator. Loves books, movies, and gadgets; writes for a living, but codes for fun.

 

Das macht Google Translate daraus:

Slator Weekly 1. Dezember 2017
Canada Revenue Agency für den 35-Millionen-CAD-Auftrag von Retender bestellt
von Eden Estopace am 1. Dezember 2017

Das Berufungsgericht und das Handelsgericht Kanadas haben eine niedrigere Gerichtsentscheidung bestätigt, die die Canada Revenue Agency (CRA) dazu aufforderte, einen Übersetzungs- und Editierdienstvertrag im Wert von CAD 35 Mio. (USD 25,6 Mio.) über sieben Jahre an die Lionbridge-Tochtergesellschaft CLS zu vergeben Lexi-Tech im Jahr 2016.
Der Vertrag bleibt bei CLS Lexi-Tech bestehen, bis die Neubesetzung abgeschlossen ist und ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde, wie die Gerichtsdokumente zeigten.
Die Entscheidung wurde vom Bundesberufungsgericht und dem Canadian International Trade Tribunal (CITT) gefällt, das auch entschied, dass der nicht gewinnende Bieter und der Beschwerdeführer in der Rechtssache Masha Krupp Translation Group (MKTG) für verloren gewertet werden sollten Einkommen.
Entspricht dem Profit
Die Höhe der Entschädigung muss von beiden Parteien verhandelt werden, aber das Gericht empfiehlt, dass sie dem Gewinn entspricht, den MKTG während der Zeit, in der CLS Lexi-Tech den Vertrag gehalten hat, verdient hätte.
Die CRA wurde in einem CBC News-Bericht mit der Aussage zitiert, dass sie „die gerichtliche Anordnung überprüfen und sich an die CITT-Empfehlungen wenden wird“.
Masha Krupp, President und CEO von MKTG, sagte CBC News in dem gleichen Bericht, dass sie hoffe, dass die Steuerbehörde auch „eine interne Untersuchung durchführen wird, um herauszufinden, was bei diesem Beschaffungsprozess genau schief gelaufen ist“.
Unter Berufung auf einen Ottawa Citizen-Artikel berichtete Slator im Mai 2017, dass MKTG seit 2004 Vertragspartner von CRA sei und dass die CRA 4 Mio. CAD (3,1 Mio. USD) oder rund 25% ihrer jährlichen Einnahmen ausmache.
Als es das Angebot an CLS Lexi-Tech verlor, reichte MKTG einen Protest bei der CITT ein, die im März 2017 entschied, dass die Beschwerde von MKTG gültig sei.

von Eden Estopace am 1. Dezember 2017
IT-Journalist und Online-Redakteur bei Slator. Liebt Bücher, Filme und Gadgets; schreibt für einen Lebensunterhalt, aber kodiert für Spaß.

 

Kurzes Fazit:

Extremely quick and very dirty!

Dieses Ergebnis bestätigt die Aussage des BDÜ-Präsidenten André Lindemann beim Presse-Event zu Google Translate. Google Translate sollte nur benutzen, wer beide Sprachen beherrscht und korrigierend eingreifen kann. Insbesondere dann, wenn spezielles Fachwissen gefragt ist. Dann allerdings werden sich die Fachübersetzer überlegen, ob sie nicht mit ihren eigenen Mitteln schneller eine höhere Qualität erzielen.

VonBB

Humanübersetzer vs. Google Translate

Wie gut sind kostenlose maschinelle Übersetzungen aus dem Internet?

BDÜ-Liveexperiment: Humanübersetzer tritt gegen Google Translate an.

Experiment

Zu übersetzen war ein anspruchsvoller Finanztext. Google Translate spuckte die Übersetzung bereits nach wenigen Sekunden aus. Der Fachübersetzer (Neudeutsch: Humanübersetzer) brauchte dafür 20 Minuten. Dabei setzte er einen Laptop mit einem CAT-Tool und seinem eigenen Translation Memory ein. Professor Uwe Reinke, Professor für Sprach- und Übersetzungstechnologie an der Fachhochschule Köln, überprüfte beide Textversionen.

Fazit

Online-Übersetzungen sind eine schnelle Notlösung. Grund: Maschinen können komplexe Zusammenhänge nicht erfassen. Gravierende Missverständnisse können sich aus falschen und unverständlichen Übersetzungen ergeben. Nur wer das Ergebnis selbst beurteilen kann, sollte Google Translate einsetzen. Wer jedoch Wert auf eine richtige und professionelle Übersetzung legt, der sollte immer noch auf menschliche Intelligenz setzen.

Expertenrat

Laden Sie niemals vertrauliche Geschäftsdokumente in Online-Dienste wie Google Translate hoch. Niemand weiß, wo Ihre Daten letztendlich landen.

Video

Hier geht es zur deutschen Version: BDÜ testet Google Translate

How good are free online machine translation tools? Here is the Englisch version of the video: BDÜ tests Google Translate

VonBB

Bewerbung

Vielen Dank für Ihr Interesse an TEXT_SITE Übersetzungen!

TEXT_SITE freut sich über Bewerbungen von Freiberuflern, die Übersetzungen und/oder Lektorat und Revision anbieten können. Jedoch bietet TEXT_SITE keine Festanstellungen. Interessenten für ein BOGY-Praktikum dürfen sich gerne melden.

Dabei geht es ausschließlich um die Sprachen Englisch, Spanisch und Deutsch. Sie sollten Berufserfahrung im interdisziplinären Dreieck „Recht – IT – Wirtschaft“ besitzen.

Bitte senden Sie eine E-Mail an networks@text-site.de mit der Kennung #CleanApplication im Betreff.

Kollegen und Freiberufler aus anderen Branchen berichten zunehmend über Probleme aufgrund von Online-Bewerbungen. Daher werden Bewerbungen mit Dateianhängen (ungeachtet des Dateiformats) ungelesen gelöscht.

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Bewerbung Beachtung findet, dann schreiben Sie doch einfach einen echten Brief. Gerne auch mit aussagekräftigen Anlagen.

 

VonBB

#iconnectworlds

Weltübersetzertag am 30. September

#Iconnectworlds

Die BDÜ-Regionalgruppe Heidelberg/Mannheim hatte anlässlich des Weltübersetzertages (WÜT) die Aktion #Iconnectworlds gestartet. Über die FIT (Fédération Internationale des Traducteurs / International Federation of Translators) wurde die Idee beim 12. Kongress der FIT in Brisbane im August 2017 bis nach Australien getragen.

Porträtfoto mit Sprechblase zur Aktion #iconnectworlds. Contract Law, Business, IT. Konkrete Spezialgebiete. TEXT_SITE.DE

#Iconnectworlds – Übersetzer sind Spezialisten in ihren Sprachen und Fachgebieten.

Die FIT, der Weltdachverband der Übersetzer und Dolmetscher, rief 1992 den Weltübersetzertag ins Leben. Der 30. September ist der Gedenktag des Hl. Hieronymus, der als Schutzpatron der Übersetzer und Dolmetscher gilt. Der Gelehrte und Theologe Hieronymus lebte von ca. 347 bis 420 und beherrschte mehrere Sprachen fließend. Sein wichtigstes Werk war die Übersetzung der Bibel in das Latein seiner Zeit. Denn bis dahin lagen die heiligen Schriften nur teils in griechischer Übersetzung, jedoch überwiegend in hebräischen Originaltexten vor.

An diesem Gedenktag verleiht der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ e.V.) seit 2012 alljährlich den Hieronymus-Preis an ein Unternehmen oder eine Organisation, die sich in ihrer mehrsprachigen Kommunikation vorbildlich verhalten.

Seit über 60 Jahren arbeitet der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.  daran, das Berufsbild der Übersetzer und Dolmetscher in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Der BDÜ e.V. vertritt rund 7.500 Mitglieder und repräsentiert damit 80 % aller organisierten Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland. Der BDÜ e.V. ist Ansprechpartner für Handel, Wirtschaft, Industrie, Politik und Justiz. Bewusstsein für die von diesem Berufsstand erbrachten Leistungen zu schaffen, bleibt eine große Aufgabe.

 

VonBB

80 Dolmetscher und Übersetzer in Gerlingen

80 Übersetzer und Dolmetscher bei der JMV in Gerlingen

80 Übersetzer und Dolmetscher bei der JMV 2017 des BDÜ e.V. LV Baden-Württembe

Neues aus dem Berufsverband

Am 6. Mai 2017 fand in Gerlingen die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des BDÜ LV Baden-Württemberg e.V. statt. Über 80 Übersetzer und Dolmetscher aus acht Regionalgruppen waren gekommen, um sich über die Arbeit des Vorstands zu informieren, ihr Kollegennetzwerk zu pflegen und wertvolle Informationen auszutauschen. Nachfolgend einige der wichtigsten Neuigkeiten aus dem Verband.

Arbeit auf Bundesebene

Nachdem die EU mit der EU-Richtlinie 2010/64/EU  über das Recht auf Übersetzerleistungen im Strafverfahren und Richtlinie 2013/55/EU zur Anerkennung von Berufsqualifikationen Vorgaben zum Berufsrecht geschaffen hatte, bemüht sich der Bundesvorstand aktuell um eine Richtlinie zur Harmonisierung der Beeidigungsvorschriften in den Bundesländern. Gerade angesichts der wiederholt aufgetretenen Pannen bei der Registrierung und Betreuung von Flüchtlingen ist diese Richtlinie von hoher politischer Bedeutung.

Eines der erfolgreichsten Angebote des BDÜ ist die Online-Datenbank, mit der nach Übersetzerin und Dolmetschern gesucht werden kann. Unter suche.bdue.de sind bundesweit mehr als 7500 Sprachprofis für 80 Sprachen und über 400 Fachgebiete zu finden.

Ressort Vereidigte Übersetzer und Dolmetscher

Die Referentin Elisabeth Herlinger berichtete darüber, dass Dolmetscher nach wie vor Probleme haben, für Einsätze bei Gerichten und der Polizei nach den ihnen zustehenden Sätzen bezahlt zu werden. Der BDÜ setzt sich für diese Kollegen ein.

Weiterbildungsverbund (WBV) Südwest

Das Ressort Weiterbildung arbeitet inzwischen eng mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz zusammen, so dass eine große Auswahl hervorragender Seminaren angeboten werden kann. Es besteht ständig Interesse an weiteren Referenten. Falls Sie ein Thema anbieten können, dass für Übersetzer und Dolmetscher oder auch allgemein für Freiberufler von Interesse ist, wenden Sie sich gerne an Frau Leonie Unger, unger@bdue.de.

Weltübersetzertag

Seit über 60 Jahren arbeitet der BDÜ daran, das Berufsbild der Übersetzer und Dolmetscher in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Bewusstsein für die von diesem Berufsstand erbrachten Leistungen zu schaffen, bleibt eine große Aufgabe.  Auf den diesjährigen Weltübersetzertag (WÜT) am 30. September darf man sehr gespannt sein. Wir engagieren uns dafür, dass die Übersetzer und Dolmetscher an diesem Tag mit einem Peak in den sozialen Netzwerken für Aufsehen sorgen. Mein #Iconnectworlds ist jedenfalls schon fertig …

Ebenfalls am 30. September lädt die BDÜ-Regionalgruppe Heidelberg/Mannheim in Kooperation mit dem Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) zu einem „Mannequin Challenge“ nach Heidelberg ein. Glücklicherweise handelt es sich dabei um eine abgewandelte Form eines Flashmobs und nicht – wie zuerst befürchtet – um Übersetzer und Dolmetscher in Trachtenmode auf einem Laufsteg. 😉

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