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Kategorien-Archiv News

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Braucht man überhaupt noch Übersetzer?

Maschinelle Übersetzungen gehören in die Hände von Experten.

Obwohl die Übersetzungsdienste im Internet deutlich besser geworden sind, werden sie wohl nie das Qualitätsniveau der Humanübersetzer erreichen. Sobald die Geheimhaltung eine Rolle spielt, muss zwischen kostenfreien und allgemein verfügbaren Diensten und kostenpflichtigen Diensten unterschieden werden. Die Datenbank Linguee.com war der Grundstock für DeepL.com. Dort habe ich schon oft genug Ausschnitte aus Verträgen – auch Arbeitsverträgen – mit Klarnamen und der Angabe der Anwaltskanzlei gefunden.

Außerdem fallen diese Dienste immer wieder durch gewisse Mängel auf, die sich Humanübersetzer nicht leisten können: Bei schwierigen Textpassagen brechen sie einfach den Satz ab, lassen komplizierte Fachbegriffe weg oder übersetzen unerschrocken das Gegenteil von dem, was gemeint war. Fehler in den Ausgangstexten werden unkorrigiert in den Zieltext übernommen.

Humanübersetzer sind Experten, die mit solchen Tools umzugehen wissen.

Weitere Einzelheiten zur Technik finden Sie auch auf der Seite Ressourcen und Tools beim Übersetzen.

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Was ist Leichte Sprache?

Oft gehört und doch falsch interpretiert …

Leichte Sprache und Einfache Sprache sind zwei Sprachvarietäten, die den Gegenpol zur „schweren“ deutschen Standardsprache bilden.

Anders als die Bezeichnung „Leichte Sprache“ vermuten lässt, ist Leichte Sprache eine stark reglementierte Varietät der deutschen Standardsprache. Viele Menschen kennen inzwischen die Begriffe „Einfache Sprache“ und „Leichte Sprache“, allerdings sind die Begriffe offensichtlich irreführend. Denn die meisten – interessierten, aber nicht geschulten – Ansprechpartner können diese Begriffe aus dem Stand erklären, wobei sie in der Regel jedoch falsch liegen. Bei Leichter Sprache geht es keinesfalls um die Vereinfachung von unnötig komplizierten Texten der deutschen Standardsprache.

Die maximale volumenbasierte Kapazität subterraner Agrarproduktivität steht empirisch ermittelt im reziproken Verhältnis zu der a.a.O. referenzierten kognitiven Performance-Kapazität ihrer Producer.

Einfach ausgedrückt: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln.

Texte der deutschen Schriftsprache zeichnen sich häufig durch den Nominalstil, sehr komplexe und lange Schachtelsätze, unnötige Fremdwörter und lange Wortgruppen aus. Dadurch sind sie schlichtweg schwer zu durchdringen, doch zum Glück kommen derartige Texte allmählich aus der Mode.

Woran erkennt man Leichte Sprache?

  • Eine Aussage pro Satz,
  • pro Satz eine Zeile,
  • einfache Syntax,
  • keine Nebensätze,
  • Pronomen der dritten Person Singular und Plural werden vermieden,
  • keine Passivkonstruktionen,
  • keine Genitivkonstruktionen mit „des“ oder „der“,
  • Fremdwörter werden ersetzt,
  • lange Wörter werden durch den Bindestrich oder Medio·punkt gegliedert.

Dies ist nur eine kurze Auswahl von Merkmalen der Leichten Sprache.

Auf Internetseiten sieht man auch häufig ein blaues oder graues Symbol: Ein Kugelkopf mit einem aufgeschlagenen Buch und einer Hand mit hochgestrecktem Daumen. Dieses Symbol wurde von Inclusion Europe entwickelt. Jedoch bietet nicht jede dieser Seiten tatsächlich eine gelungene Übersetzung in die Leichte oder Einfache Sprache. Das Beitragsbild oben rechts zeigt das Qualitätssiegel der Forschungsstelle Leichte Sprache (FLS) der Universität Hildesheim. Dieses Siegel darf immer dann verwendet werden, wenn eine Übersetzung dem FLS-Regelwerk entspricht.

An wen richten sich die Leichte Sprache und die Einfache Sprache?

Leichte Sprache ist ein Angebot für Zielgruppen und Adressaten, denen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglicht werden soll. Die gesetzliche Grundlage hat das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) geschaffen. Dadurch haben bestimmte Zielgruppen nun einen gesetzlichen Anspruch auf die kostenlose Bereitstellung von Informationen in Leichter Sprache. Explizit erwähnt werden in § 11 BGG Menschen mit Lern- und geistigen sowie seelischen Behinderungen. Dazu zählen beispielsweise Menschen, die ihr Gehör verloren haben, noch bevor sie das Sprechen lernten (prälingual Hörgeschädigte). Solche Menschen sind voll geschäftsfähig. Dennoch fällt ihnen das Lesen ungleich schwerer als anderen Menschen, die ihren Wortschatz über das gesprochene Wort erweitern können. Die Einfache Sprache ist die weniger stark reglementierte Variante der Leichten Sprache. Weitere Adressaten sind hier beispielsweise Menschen mit Demenz und Menschen mit Deutsch als Zweit- oder Drittsprache.

Wer legt die Regeln fest?

Auf der einen Seite steht die Wissenschaft, vorneweg die Forschungsstelle Leichte Sprache (FLS) der Universität Hildesheim. Auf der anderen Seite gibt es viele Praktiker, die sich in verschiedenen Netzwerken organisiert haben. Deren Mitglieder sind häufig Menschen, die in Behinderteneinrichtungen arbeiten und dort Informationstexte verfassen, jedoch keine linguistische Ausbildung absolviert haben. Daher haben wir in Deutschland bislang noch eine Reihe von „Schulen“ der Leichten Sprache, die unterschiedliche Strategien verfolgen. Die Beispiele oben entstammen dem Regelwerk der FLS. Die verschiedenen Gruppen arbeiten derzeit gemeinsam an einer DIN-Norm für Verständliche Sprache.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Leichte Sprache und Einfache Sprache“.

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Kundenlob

für abgelehnten Übersetzungsauftrag

Übersetzer können in ihrem Fachgebiet überaus kompetent sein. Trotzdem können hoch spezialisierte Kollegen in einem bestimmten Fachgebiet noch besser aufgestellt sein. Kompetenz bedeutet eben auch, Fachgebiete einschätzen zu können und seine Grenzen zu kennen.

Das ist nicht zuletzt eine Folge zahlreicher Fortbildungen und der guten Vernetzung im Berufsverband. Eigentlich ganz normal bei seriösen Übersetzern. Schon häufig genug habe ich bei Anfragen für andere Fachgebiete oder Sprachen Kolleginnen empfohlen.

Daher war die heutige Reaktion einer Kundin schon eine Besonderheit. Sie bedankte sich mit den Worten:

„ … vielen herzlichen Dank für Ihre rasche Rückmeldung hierzu und vor allem für Ihre freundliche Geste, dies an Ihre Kollegin weiterzuleiten.

Wir schätzen Ihre ehrliche und transparente Kommunikation zu dem Thema, weil wie schon am Telefon erwähnt, gibt es leider viele Übersetzungsdienste, die in der Tat nur den Auftrag wollen und letztendlich eine nicht akkurate Übersetzung liefern.

Man trifft selten noch auf ehrliche und transparente Menschen, umso mehr weiß ich das zu schätzen, wenn dies dann doch der Fall sein sollte. Danke nochmals für alles.“

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Behelfsmaske nähen

Eine sprachliche Betrachtung

„Community-Maske“, „Behelfsmaske“, „Nase-Mund-Schutz“, „NMS“ oder „Alltagsmaske“ – viele Bezeichungen für ein und dasselbe Ding. Doch wichtiger als der Name ist: Es wird Zeit, die Nähmaschine herauszuholen und dieses „Was-auch-immer“ zu nähen.

Endlich kommen die öffentlichen Aufrufe zum Nähen von Behelfsmasken. In den ersten Wochen habe ich nicht verstanden, warum die Politik diese Thema nicht anfassen wollte. Klar, wer zum Nähen von Behelfsmasken aufruft, muss auch dafür sorgen, dass die entsprechenden Sicherheitshinweise bekannt sind.

Diese Sicherheitshinweise existieren jedoch bereits in vielen verschiedenen Versionen – von leicht verständlich und bebildert bis hin zum Mediziner-Wissen. Diese Empfehlungen gibt es u. a. beim Robert-Koch-Institut oder beim Bundesamt für Risikobewertung.

Was ist eine Community-Maske?

Dies war die Bezeichnung, die bei der Bundespressekonferenz verwendet wurde, als die Bundesregierung der Bevölkerung erstmals das Tragen dieser Masken anriet. Zu Anfang der Pandemie waren sie noch als „Virenschleuder“ abgetan worden – möglicherweise, weil man verhindern wollte, dass die Bevölkerung Schutzmasken kaufte, während die auf dem Markt erhältlichen Masken schon nicht für das medizinische Personal reichten.

„Community Mask“ bezeichnet im Englischen aktuell eine Maske, die von einer Gemeinschaft für eine Gemeinschaft hergestellt wird. Während in der deutschen Kultur verankert ist, dass die Masken vom Staat, von Schulträgern oder Ladeninhabern auszugeben sind, ist die amerikanische Kultur stärker auf die gegenseitige Fürsorge. Ein schönes Beispiel ist die Tradition des gemeinsamen Patchworkens und Quiltens für den Hausstand einer Familie der dörflichen Gemeinschaft. Benefiz, Fund Raising, Sponsoring – alles Begriffe aus den USA.

Interessant war die Entstehungsgeschichte dieses Neologismus. Innerhalb nur einer Woche hat sich der Begriff „community made face mask“ mit nur wenigen Treffern in der Google-Suche in „community mask“ mit immens vielen Suchergebnissen verwandelt. Weltweit wird dieser Begriff verwendet. Die längere Variante wäre die korrekte Übersetzung des oben beschriebenen Phänomens. Gibt man „community mask“ in den Übersetzungsdienst DeepL ein, so erhält man das – semantisch korrekte – Ergebnis, dass es sich um eine „gemeinschaftlich getragene Maske“ handelt. Genau das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen.

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IT-Müll: Nachhaltig entsorgen – Gutes tun

Zwei Erledigungen – ein nachhaltiger Weg. Sie benötigen eine Urkundenübersetzung? Sie möchten ein Übersetzungsvorhaben oder einen Dolmetschtermin besprechen?

Ab sofort können Sie auf diesem Weg auch gleich noch leere Tonerkartuschen und Handys entsorgen, denn nun ist eine CaritasBox im Haus. Angenommen werden alle gängigen Original-Druckerpatronen aus Laser- und Tintenstrahldruckern sowie aus Laserkopierern und -faxgeräten. Auch gebrauchsfähige Handys sind willkommen. Das Material wird recycelt, der Erlös geht an die Caritas.

TEXT_SITE Übersetzungen kooperiert mit der Postfiliale in der Güntterstraße 5 in Marbach a.N. Sie können die leeren Kartuschen und Handys jederzeit auch in der Postfiliale abgeben. TEXT_SITE Übersetzungen engagiert sich für Soziales und Nachhaltigkeit. Weitere Infos zur CaritasBox finden Sie auf: www.caritas.de/caritasbox.

TEXT_SITE Übersetzungen ist spezialisiert auf Recht, Wirtschaft & IT. Fachübersetzungen, Terminologie, Urkunden („beglaubigte Übersetzung“), bei Bedarf auch mit Apostille.

Birgit Bruder, die Inhaberin und Gründerin von TEXT_SITE Übersetzungen, ist Dipl.-Übersetzerin und betreut Sie persönlich. Dadurch bekommen Sie genau das, was Sie brauchen. Angeboten werden bewusst nicht „Alle Sprachen“, sondern Englisch und Spanisch, denn Qualität geht vor Quantität.

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Neues Büro in Marbach a. N.

Es ist geschafft: TEXT_SITE Übersetzungen hat ein neues Büro in Marbach am Neckar bezogen. Das Büro befindet sich in der Güntterstraße 5 in 71672 Marbach, genauer gesagt, im 1. OG über der Postfiliale.

Der Eingang befindet sich an der linken Seite des vorderen Schaufensters neben den rot-schwarzen Briefkästen. Die Klingel ist mit „Büro-WG“ beschriftet, da sich insgesamt vier Unternehmen das Obergeschoss teilen.

Hier befindet sich auch ein geräumiger Konferenzraum, der noch viel Platz für kreative Ideen bietet. Kommen Sie doch gerne mal auf einen Kaffee vorbei. Vereinbaren Sie gleich einen Termin unter 07144 / 897 40 40.

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Fachartikel „Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“

Download des vollständigen Fachartikels

Im Oktober 2018 hatten sich Juristen und Sprachexperten aus sechs deutschen Sprachgebieten im belgischen Eupen getroffen, um sich über die Besonderheiten der deutsch-bundesdeutschen Rechtsterminologie auszutauschen. Den Begriff „Bundesdeutsch“ wählten die Tagungsteilnehmer aus den anderen Sprachgebieten – Österreich, Schweiz, Luxemburg, Belgien und Südtirol – zur Abgrenzung ihrer eigenen Rechtssprache. Liechtenstein war nicht vertreten. Sprachpuristen tendieren sogar dazu, selbst dem Deutsch der EU den Status einer eigenen Sprachvariante zuzusprechen.

In den Vorträgen ging es unter anderem um den Entstehungsprozess von ein- und mehrsprachigen Gesetzestexten, um Datenbanken und ein österreichisch-deutsches Wörterbuch der Rechtsterminologie.

Zum Download des vollständigen Fachartikels über diese Tagung klicken Sie unten auf „Herunterladen“. Der Artikel erschien zuerst im MDÜ 5/18.

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Übersetzer sind wie Ninjas …

Willkommen in der 5. Jahreszeit!

Sind Ihnen in den letzten Tagen mal wieder maskierte Ninjas – meist nur so um einen Meter groß – über den Weg gelaufen? Bei Kindern scheinen Ninjas seit Jahren hoch im Kurs zu stehen. Doch offenbar faszinieren Ninjas nicht nur Kinder, sondern auch Literaturschaffende. Kennen Sie das Zitat „Übersetzer sind wie Ninjas“? Diesen Satz äußerte der israelische Autor Etgar Keret im Jahr 2012 beim Edinburgh International Book Festival. Im Podiumsgespräch präsentierte er sich damals zusammen mit seinem Literaturübersetzer Nathan Englander dem Publikum. Und Keret erläuterte diesen Satz auch einleuchtend: „Wenn man sie bemerkt, taugen sie nichts.“

Umso erfreulicher ist es, wenn der Leser im fertigen Werk nicht über den Übersetzer bzw. die Übersetzerin stolpert. Etgar Keret und Nathan England hatten bei der Übersetzung von Kerets Werk Suddenly A Knock at the Door aus der hebräischen in die englische Sprache eng zusammengearbeitet. Dadurch hatten der Autor und sein Übersetzer sich gegenseitig schätzen gelernt und waren Freunde geworden. Das Publikum gewann das Publikum einen anschaulichen und faszinierenden Eindruck davon, wieviel Mühe und Liebe zum Detail das Übersetzen eines Romans erfordert. Schließlich bekräftigte Keret im Brustton der Überzeugung: „Ohne einen großartigen Übersetzer wird kein Autor erfolgreich sein.“ Was für ein großartiges Lob für einen engagierten Literaturübersetzer!

Dieses Zitat mausert sich allmählich zu einem geflügelten Wort. Bekannt wurde es u. a. durch einen Artikel über die Veranstaltung von Jen Rickard Blair. Unter dem Titel „Translators Are Like Ninjas“ ist er noch auf World Literature Today zu finden.

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Sprechen Sie PDF?

TEXT_SITE bloggt

PDF überdauert Generationen

Wussten Sie, dass PDF (Portable Document Format) für einen Standard steht, der alle zwei bis vier Jahre weiterentwickelt wird, aber nie widerrufen werden darf? Mit anderen Worten: Auch Ihre Kindeskinder werden Ihre als PDF, vor allem als PDF/A, gespeicherten Dateien voraussichtlich noch lesen können. Angesichts der rasanten Innovation in der IT-Branche klingt das fast zu gut, um wahr zu sein!

Neues aus der PDF-Schmiede

Seit August 2017 ist PDF 2.0 (ISO 32000-2) als neuer Standard verfügbar. Dies ist der erste Standard, der nicht mehr von Adobe, sondern vollständig innerhalb der ISO überarbeitet wurde. Etwa 30 Experten aus der ganzen Welt haben fast zehn Jahre lang daran gearbeitet. Verschiedene wichtige Teile der früheren Formatdefinition wurden überarbeitet. Diese betreffen vor allem auf den PDF/A- und PDF/UA-Standard.

Langzeitarchivierung mit PDF/A

Der PDF/A- Standard stammt urprünglich aus dem Jahr 2005. Für PDF/A – das Format für die Langzeitarchivierung – gelten noch strengere Anforderungen als für das ursprüngliche PDF-Format.

Dadurch ist garantiert, dass heute erstellte Dokumente – z. B. Bau- und Konstruktionspläne mit Aufbewahrungsfristen von 50 bis 99 Jahren – auch in Zukunft noch geöffnet und verwendet werden können.

Kurz gesagt: Alle wesentlichen Informationen müssen im Dokument enthalten sein. Dies betrifft alle sichtbaren Texte, Schriftarten sowie Grafiken (Raster, Vektor) und vieles mehr. Externe Quellen, die zur Darstellung des PDF/A-Dokuments benötigt werden (z. B. Links zu Bildern), dürfen nicht eingebunden sein.

PDF/A untergliedert sich weiter in die Konformitätsstufen A, B und U. Level A beinhaltet zusätzlich folgende Merkmale, die für die Zugänglichkeit (Accessibility) von Inhalten notwendig sind. Dabei überschneiden sich PDF/A-Dateien auf dem Conformance-Level A mit dem PDF/UA-Standard für die barrierefreie Darstellung von Inhalten.

PDF/UA setzt sich durch

Word-Dokumente sind in der Regel für Screenreader lesbar. Diese Programme „lesen“ Bildschirmdarstellungen und setzen die Inhalte für Blinde bzw. Menschen mit einer Sehbehinderung in Sprachausgabe um. Jedoch ist „lesbar“ nicht automatisch gleichbedeutend mit „barrierefrei“. Denn eine Datei oder Website ist jedoch erst dann barrierefrei („zugänglich“), wenn sie z. B. durch das Hinzufügen von Tags Strukturinformationen erhält, durch welche die vorgelesenen Informationen einen Sinn ergeben. Das bedeutet: Vor dem Konvertieren in das Format PDF/UA muss die Quelldatei bereits eine entsprechende sinnstiftende Formatierung besitzen. Beispiele hierfür sind Überschriften, normale Absätze, Listen, Tabellen, Links sowie Alternativ-Texte (Beschreibungen von Bildern und Grafikelementen).

Barrierefreie Dokumente mit Word

Barrierefreie Dokumente lassen sich nicht nur mit Produkten der Adobe Document Cloud oder anderer PDF-Anbieter erzeugen. So bieten z. B. auch Microsoft Word 10 und Word 2016 PDF-Optionen: Hier können Sie zwischen PDF/A und Barrierefreiheit wählen oder auch beide Optionen gleichzeitig auswählen. In Word lässt sich auf der Registerkarte „Überprüfen“ auch gleich die Barrierefreiheitsprüfung für Office-Dokument ausführen, vgl. Screenshot oben.

Neue Anwendungsfelder

Das PDF-Format hat mittlerweile vielfältige Ausprägungen. Während das barrierefreie Format PDF/UA vielen Sehbehinderten neue Möglichkeiten eröffnet, kann PDF/E interaktive 3D-Modelle und weitere Konstruktionsdaten speichern. Die digitale Signatur macht PDF/A zusätzlich interessant für die Bereiche E-Justice und E-Government, aber ebenso für viele Anwendungen im Bereich der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Vertrauliche Daten einfach schützen

PDF-Dateien lassen beim Erstellen ganz einfach mit einem Kennwort versehen. Wenn dieses Kennwort getrennt von der PDF-Datei übermittelt wird, ist dies ein wichtiger und einfacher Schritt in Richtung Datensicherheit.

Verschlüsseln und digital signieren

Eine digitale Signatur bestätigt nicht nur die Echtheit eines Dokuments, sondern ermöglicht auch das Authentifizieren der Identität des Unterzeichners. Zudem kann der Zeitpunkt der Unterzeichnung nachgewiesen werden. Dies gewährleistet Rechtssicherheit für die Langzeitarchivierung. Zur Auswahl stehen hierbei die Signatur mit einer Signaturkarte und einem Zertifikat oder die Fernsignatur von einem Anbieter wie Adobe. Ausführliche Infos zu letzterer Alternative bei Adobe.

eJustice setzt auf PDF/A

Der elektronische Rechtsverkehr (ERV) bezeichnet die Kommunikation mit der Justiz, die sich auf den Weg zur Digitalisierung gemacht hat. Zwar ist eJustice oder auch, je nach Bundesland, die E-Justiz noch nicht flächendeckend umgesetzt, doch das Dateiformat für die Kommunikation mit den Gerichten steht bereits fest: PDF/A. Das Dokument darf weder schreib-, kopier- noch druckgeschützt sein.

Blog – Frei Haus

Wenn Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus der Branche der Sprachmittler, Übersetzer und Dolmetscher informiert werden möchten, dann schreiben Sie einfach eine Mail an blog@text-site.de oder besuchen Sie die Seite zur Anmeldung für den Blog von Text_SITE Übersetzungen.

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7 Fragen an Birgit Bruder

Ein Interview u. a. zu den Themen Kommunikation, Digitalisierung und Erfolg. Eine sehr spannende Frage: „Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?“

Die Schweizer Textagentur extextera unter der Leitung von Frau Ruth Hardegger-Wickli war auf Birgit Bruder, Inhaberin von TEXT_SITE Übersetzungen, aufmerksam geworden und hatte um ein Interview geben. Danke für diesen wunderbaren Anstoß zur Selbstreflexion!

Birgit Bruder im Dialog mit etextera

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?

Aus meiner Sicht sollte Kommunikation zielgerichtet, informativ und klar sein. Sprachkünstler erschaffen Bilder im Kopf und beherrschen einen Stil, der zugleich frisch und elegant ist. Gute Kommunikation hat stets die Empfänger im Blick, ist zielgruppenorientiert und fair. Selbst in Rechtstexten geht der Trend zu leichter lesbaren Texten. «Leichte Sprache» ist ein grosses Thema in der Verwaltung.

2. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?

Es gab viele schöne Momente, aber ein bahnbrechendes Ereignis: Der Brief, mit dem sich ein Neukunde für die gute Arbeit bedankte. Auf diesen Erstauftrag folgten eine jahrelange Zusammenarbeit und viele Empfehlungen. Viele dieser Geschäftsbeziehungen bestehen noch heute.

3. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?

Aufgrund der Globalisierung wird weltweit mehr Volumen in kürzerer Zeit übersetzt, was ohne maschinelle Übersetzungen nicht machbar wäre. Übersetzer werden zunehmend im Post-Editing eingesetzt. In puncto Qualität sind Humanübersetzer den Maschinen deutlich überlegen, denn die Maschinen erlernen nur die Sprache. Logik, Konsistenz oder Rechtssysteme berücksichtigen sie nicht.

4. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?

Langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist für mich der Inbegriff des Erfolgs. Ich brenne für glückliche Geschäftspartner, wie jene Kundin, die sich noch Jahre später darüber freute, dass ich inhaltliche Fehler in einem Vertrag gefunden hatte. Trotz des Alltagstrubels meinen übergeordneten Zielen Stück für Stück näherzukommen. Mein Übersetzungsbüro wachsen zu sehen.

5. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?

Da mir Sprachen zuflogen, las ich die «Blätter zur Berufskunde: Übersetzer» und hielt diesen Berufswunsch danach für unrealistisch. Dass zwischen dem Abitur und Berufseinstieg ein Studium liegt, war mir glatt entgangen. Doch neun Monate im Ausland brachten neue Impulse. Mein Unternehmen ist das Tor zur Welt, fordert und fördert mich und bietet viel Gestaltungsspielraum. Alle Ziele erreicht!

6. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?

Den Eintritt in einen Berufsverband kann ich nur empfehlen. Dort findet man Informationen, Fortbildungen und Kontakte. Der Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer BDÜ etwa bietet ein Mentoring-Programm an, das für Berufseinsteiger Gold wert ist. Weitere wichtige Erfolgsfaktoren sind die gute Allgemeinbildung und der optimale Mix aus Diversifizierung und Spezialisierung.

7. Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?

Schon jetzt sind viele Schriftstücke fehlerhaft. Die Menschen lesen immer weniger offline, also weniger Texte von hoher Qualität. So manches Online-Portal zeigt bereits unbearbeitete maschinelle Übersetzungen an. Ganz zu schweigen von smarten Lautsprechern, Chatbots und LegalTech. Beides ist vorstellbar: Qualitätsarbeit wird nicht mehr honoriert oder Sprachprofis werden zu gesuchten Exoten.

Die Blogrubik „7 Fragen“ von etextera finden Sie hier: https://www.etextera.ch/news/540/106/7-Fragen-an-Birgit-Bruder.html