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Jahresrückblick 2018

VonBB

Jahresrückblick 2018

Fortbildungen, Fachtagungen und Feedback

Ein ereignisreiches Jahr ist so gut wie vorüber. Die Kurzbilanz kann sich sehen lassen: Vier Zertifikate, eine Veröffentlichung, viel positives Feedback sowie zahlreiche neue Kontakte. Für das kommende Jahr ist der Jahresterminkalender schon gut gefüllt, die wesentlichen Fachtagungen stehen fest – die nächsten Ziele sind gesteckt.

Wissen

2018 war ein Jahr der Fachtagungen und Kongresse. Hier nur ein kleiner Auszug:

Zu Jahresbeginn befasste ich mich mit der Maschinellen Übersetzung, testete DeepL (in Kundenprojekten nur nach Vorankündigung) und informierte mich über LegalTech. Die Kurzfassung hierzu: DeepL leistet noch nicht das, was es verspricht. Diese Meinung teilen auch verschiedene Kollegen.

Im März 2018 durfte ich u. a. Michael Dell, CEO der Dell Technologies Inc., bei der Konferenz „The Next Now“ in München erleben. Ein besonders beeindruckender Satz von ihm lautete: „Wir sind der Politik immer sieben Jahre voraus.“

Im September richtete der ATICOM – Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. – in Bonn das 13. International Legal Forum (ILF) der Fédération Internationale des Traducteurs (FIT) aus. Dies ist der weltweite Dachverband von mehr als 100 nationalen Übersetzer-, Dolmetscher- und Terminologenverbänden mit über 100.000 Übersetzern in 55 Ländern. Thematisiert wurden u. a. die Digitalisierung und Qualitätssicherung, Outsourcing, Technik und weitere aktuelle Entwicklungen. Besonders erfreulich, war es zu hören, dass der Sprachendienst des Europaparlaments wieder vermehrt auf Freiberufler zurückgreifen möchte, weil Agenturen den für die Qualität so wesentlichen Direktkontakt zwischen Auftraggeber und Übersetzerin vorzugweise unterbinden.

Ebenfalls im September tagte in Saarbrücken der Deutsche EDV-Gerichtstag, dem ich aufgrund eines ehrenamtlichen Engagements beigetreten war. Neben interessanten Gesprächen und neuen Kontakten konnte ich einen hervorragenden Überblick über den Stand von „E-Justice“ in Deutschland und auf europäischer Ebene gewinnen.

Im Oktober ging es ins belgische Eupen. Dort trafen sich Juristen und Sprachmittler, um Experten aus sechs der sieben deutschen Sprachgebiete bei der Fachtagung „Nationale Variation in der deutschen Rechtsterminologie“ zu hören. Einer der Referenten, der österreichische Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Muhr, berichtete u. a. von 69 „falschen Freunden“ zwischen der österreichischen und bundesdeutschen Rechtssprache. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem von mir verfassten MDÜ-Fachartikel.

Zertifikate

Im Bereich computergestützte Übersetzung habe ich die erste und zweite Zertifizierungsstufe für das CAT-Tool SDL Studio 2017 erlangt. Zudem war im Dezember endlich noch etwas Zeit übrig, um die Zertifizierung für die Terminologieverwaltung MultiTerm 2017 nachzuschieben.

Außerdem habe ich im Dezember das Zertifikat Rechtssprache Deutsch nach einem sechswöchigen Online-Lehrgang, zweiwöchigen Selbststudium und einer Präsenzprüfung in Braunschweig erworben. Während die meisten zivilrechtlichen Themen der Selbstkontrolle dienten, erhielt ich im Straf- und öffentlichen Verwaltungsrecht wertvolle Einblicke.

Feedback

Im Laufe des Jahres 2018 hatte ich mehrere langjährige Kunden um ein Empfehlungsschreiben gebeten. Von dem durchweg sehr positiven Feedback war ich tief beeindruckt. Die langjährige erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist für mich zugleich eine Ehre und ein Ansporn.

Weiterhin durfte ich für einen Neukunden ein Whitepaper im Bereich Marketing übersetzen. Wir waren übereinstimmend der Ansicht, dass die Übersetzung sehr gut gelungen ist. Daraufhin hat der Kunde freundlicherweise einen Auszug aus diesem Whitepaper als anonymisiertes Übersetzungsbeispiel freigegeben, das ich auf Anfrage gerne verschicke.

Sprachtraining

Seit Oktober unterrichte ich außerdem Fachenglisch in einer Akademie in Stuttgart. Zwei der drei Kurse sind eher IT-lastig und im Kreativbereich angesiedelt. Der dritte Kurs im Technischen Produktdesign ist eine Herausforderung, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Wenn Teilnehmer mit eher geringen Einsteigerkenntnissen in dem eigens für sie entwickelten Kurs Erfolgserlebnisse haben, macht sogar Technik Spaß!

Ausblick

Soweit mein persönlicher Rückblick. Das Resümee für die gesamte Branche hatte der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in der ARD-Talkshow „Anne Will“ am 25.11.2018 gezogen und den Übersetzern und Dolmetschern pauschal das Aussterben ihrer Branche prognostiziert. Die Antwort des BDÜ e.V. können Sie in der Medieninformation vom 28.11.2018 nachlesen.

Ich selbst bleibe – wie auch mein Berufsverband – optimistisch gestimmt. Denn bei der tekom Messe 2018 in Stuttgart sagte einer der Aussteller mir gegenüber: „Die Übersetzer sind unsere Versicherung!“ Bisher unterscheiden Engines wie DeepL noch nicht einmal nach regionalen Sprachvarianten (ergo auch nach Besonderheiten in den verschiedenen Rechtssystemen). Somit sind hoch spezialisierte Sprachmittler noch lange nicht überflüssig.

Danke!

Angesichts dieses vielseitigen und reichhaltigen Jahresrückblicks empfinde ich große Dankbarkeit und Zufriedenheit. Ich freue mich auf eine weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen sowie auf viele Neukontakte!

Ich wünsche Ihnen und allen, die Ihnen lieb und wichtig sind, ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2019.

Herzliche Grüße

Birgit Bruder

Über den Autor

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